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So früh wie in diesem Jahr haben wir noch nie mit der Hauptlese begonnen. Der heiße und sehr trockene Sommer hat die Reife der Trauben stark beschleunigt, sodass wir bereits in der vergangenen Woche die ersten hochreifen Rieslingtrauben in der Brauneberger Juffer-Sonnenuhr gelesen haben. Die Trockenheit begleitet uns allerdings weiterhin. Zwar gab es in den vergangenen Wochen immer wieder etwas Regen, größere und wirklich ergiebige Niederschläge blieben jedoch aus. Ab Mitte August sorgten die Niederschläge zumindest für eine leichte Entspannung in den Weinbergen. Gerade in den letzten Wochen der Reife war das wichtig und hat den Reben noch einmal gutgetan. Wie erwartet fallen die bisherigen Erntemengen deutlich geringer aus als in normalen Jahren. Ein großer Teil der frühen Rebsorten ist inzwischen bereits gelesen: Bacchus, Rivaner, Schwarzriesling, Spätburgunder und Weißburgunder sind bereits im Keller. In dieser Woche beginnt nun die Hauptlese beim Riesling. Auch etwas Neues ist in diesem Herbst dabei: Im vergangenen Winter konnten wir einen mit Grauburgunder bestockten Weinberg erwerben. Damit haben wir in diesem Jahr erstmals Grauburgundertrauben gelesen. Ab dem kommenden Jahr wird der daraus entstehende Wein unser Sortiment ergänzen. Die Trauben präsentierten sich bei der Lese hochreif und sehr gesund – und schon der erste Most macht uns neugierig auf unseren ersten Grauburgunder. Wenn das Wetter weiterhin mitspielt, können wir den kommenden Lesetagen recht entspannt entgegensehen. Die Trauben sind sehr gesund und wir haben derzeit die Möglichkeit, jeden Weinberg genau dann zu lesen, wenn die Reife für uns optimal ist. Das sind beste Voraussetzungen für einen guten Jahrgang. Nach Abschluss der Weinlese werden wir wie gewohnt noch einmal ausführlich auf den Herbst 2026 zurückblicken. Neue Weinpreisliste Herbst 2026 Während die ersten Moste des neuen Jahrgangs bereits im Keller gären, haben wir Anfang September noch einmal einige Weine aus dem Jahrgang 2025 abgefüllt. Neu im Sortiment sind unter anderem unser Weißburgunder und Riesling Tradition sowie unsere edelsüße Kerner Auslese. Unser aktuelles Weinangebot findet ihr wie gewohnt jederzeit in unserem Online-Shop. Wer unsere Weinpreisliste lieber in klassischer Form haben möchte, kann diese auch als PDF herunterladen oder sich ganz bequem per Post zuschicken lassen. Federweißer – frisch aus dem Keller Und natürlich darf im Herbst auch unser Federweißer nicht fehlen! Den frischen, noch gärenden Traubenmost gibt es nicht im Online-Shop, sondern ausschließlich direkt bei uns im Weingut sowie in Bernkastel. Wir freuen uns auf euren Besuch: In unserer Vinothek in Brauneberg könnt ihr euch frischen Federweißer für zu Hause mitnehmen. In Bernkastel könnt ihr ihn in unserem Restaurant und im historischen Weinkeller genießen – natürlich auch mit einem leckeren Stück Zwiebelkuchen.

Die arbeitsreichsten Wochen rund um die Blüte neigen sich langsam dem Ende entgegen. Das Auf und Ab der Temperaturen spiegelte sich auch in den Weinbergen wider. Das Frühjahr begann zunächst verhalten, sodass auch der Austrieb langsam, aber stetig verlief. Bis dahin lagen wir zeitlich etwa im Durchschnitt der vergangenen Jahre. Erst im Mai sorgten die warmen bis heißen Tage für einen spürbaren Wachstumsschub. In Verbindung mit den damals noch gut mit Wasser versorgten Böden legten die Triebe rasch an Länge zu. Nach den ersten sommerlichen Tagen wurde es pünktlich zur Blüte wieder kühler und nasser – eigentlich keine guten Vorzeichen. Dennoch sieht es bislang nach einer guten Blüte und einer zufriedenstellenden Verrieselungsrate aus. Aus qualitativer Sicht ist eine nicht perfekte Blüte sogar durchaus wünschenswert, denn wenn sich etwas weniger Beeren pro Traube bilden, ist die Gefahr späterer Quetschungen und damit einhergehender früher Fäulnis geringer. Daher sind wir mit dem bisherigen Jahr sehr zufrieden. Die kühleren Wochen haben uns die Arbeit zudem etwas erleichtert, denn je schneller die Reben in dieser Hauptarbeitszeit wachsen, desto stärker verdichten sich die anstehenden Arbeiten. Nun ist also der Grundstein für den Jahrgang 2026 gelegt. Die Trauben, die bis zur Blüte übrigens noch „Gescheine“ heißen, werden mit den weiterhin ausreichenden Wasserreserven im Boden und den nun heißen Temperaturen rasch an Größe gewinnen. Aktuell sind wir mit dem Entblättern beschäftigt, um die Traubenzone besser zu durchlüften. Dabei entfernen wir die Blätter überwiegend auf der Schattenseite, damit die Trauben auf der Sonnenseite vor übermäßiger Sonneneinstrahlung geschützt bleiben. Nun heißt es, weiterhin auf gutes Wetter und ausreichend Niederschlag zu hoffen – möglichst nicht in gefrorener Form. Ebenso wünschen wir uns, von größeren Wetterkapriolen bis zur Lese verschont zu bleiben.

Neue Vinothek Seit einigen Wochen ist unsere neue Vinothek mit Weinverkauf und Präsentation geöffnet. Auf zwei Etagen könnt Ihr nun unser Sortiment ganz entspannt entdecken, probieren und bei Bedarf direkt vor Ort einkaufen. Im Erdgeschoss findet Ihr alle Weine übersichtlich präsentiert, und eine Etage darüber könnt Ihr sie in gemütlicher Atmosphäre mit Weitblick über das Moseltal verkosten. Wir würden uns freuen, Euch bei nächster Gelegenheit persönlich bei uns begrüßen zu dürfen und Euch die neuen Räumlichkeiten zu zeigen.

Den gestrigen Morgen, am 22.11.2025 werden wir so schnell nicht vergessen. Bei –9 °C konnten wir endlich wieder einen Riesling-Eiswein ernten – ein Ereignis, das selbst für erfahrene Winzer immer etwas Magisches hat. Eiswein gehört zu den seltensten Spezialitäten des Weinbaus, und besonders in zunehmend milderen Wintern fühlt es sich wie ein kleines Geschenk an, wenn es gelingt. Und dieses Jahr fiel die Lese sogar auf den Geburtstag meines Vaters. Um 5 Uhr morgens stand die erste Kontrolle an: –8 °C zeigte das Thermometer. Die Trauben waren bereits fest gefroren, und bis kurz vor Sonnenaufgang sank die Temperatur noch einmal auf knapp –10 °C. Das Besondere in diesem Jahr: Weil der Frost so außergewöhnlich früh kam, waren die Trauben noch gesund und in perfektem Zustand – ideal für einen authentischen Eiswein. Beim Pressen zeigte sich dann schnell, es hat sich gelohnt: Der konzentrierte, goldene Saft brachte beeindruckende 145° Oechsle auf die Waage. Selbst für einen Eiswein ist das ein außergewöhnlicher Wert und verspricht einen Wein voller Intensität und Langlebigkeit. Eisweine entstehen nicht jedes Jahr – sie sind das Ergebnis von Geduld, Risiko und einer guten Portion Glück. Genau deshalb ist eine gelungene Lese immer etwas ganz Besonderes. Wir freuen uns schon jetzt darauf, wie sich dieser Riesling-Eiswein entwickeln wird. Vielen Dank an alle Helferinnen und Helfer!
Ein nahezu perfektes Weinjahr mit einem fast perfekten Abschluss – so könnten wir es wohl am besten beschreiben. Doch fangen wir vorne an: Nach dem frostgeplagten Jahr zuvor starteten wir diesmal mit einem tiefen Aufatmen in den Frühling. Kein Frost, keine Verluste – und das trotz eines erneut sehr frühen Austriebs, besonders in unseren warmen Steillagen. Zügig ging es weiter, sodass wir bereits Ende Mai die ersten blühenden Weinberge beobachten konnten – alles deutete früh auf ein sehr gutes Weinjahr hin. Der Sommer war geprägt von langanhaltend trockenem, stabilem Wetter. Die Reben wuchsen kräftig, waren gesund und verlangten uns gleichzeitig einiges ab – ein arbeitsreiches, aber lohnendes Jahr in den Weinbergen. Alles lief auf einen Spitzenjahrgang hinaus. Doch wie so oft hatte die Natur noch eine kleine Herausforderung für uns parat: Pünktlich zur Weinlese im September kam der Regen – reichlich und zur denkbar ungünstigsten Zeit. Glücklicherweise konnten sich die Weinberge, die im letzten Jahr vom Frost betroffen waren, in diesem Jahr besonders beweisen. Dank des sogenannten „Nachholeffekts“ trugen sie gute Erträge und zeigten sich deutlich weniger anfällig für Fäulnis. Sie hielten dem Regen stand – und so konnten wir trotz aller Herausforderungen wunderbare Qualitäten ernten. Außergewöhnlich war diese Weinlese zudem, weil nahezu alle Rebsorten gleichzeitig reif wurden – eine absolute Seltenheit! So kam es zum Beispiel vor, dass Rieslingweinberge vor dem frühen Bacchus gelesen wurden. Es war wohl die anstrengendste Weinlese, die wir je erlebt haben – doch sie hat sich gelohnt. Die Qualitäten sind hervorragend, sowohl bei den weißen als auch bei den roten Sorten dürfen wir uns auf einen richtig guten Jahrgang freuen. Auch die Erntemenge ist erfreulich: Während sie in vielen deutschen Weinregionen eher niedrig ausfiel, liegt sie bei uns wegen der geringen Erträge im Vorjahr wieder über dem Durchschnitt.

Es muss nicht immer außergewöhnlich sein – gerade mit Blick in die Weinberge schätzen wir auch die ruhigen, beständigen Phasen. Nachdem wir in diesem Jahr von Spätfrösten verschont geblieben sind, zeigt sich das Wetter danach ebenfalls von seiner stabilen und positiven Seite. Zwar war das Frühjahr sehr trocken, und seit Januar verzeichnen wir in jedem Monat ein Wasserdefizit – doch der Regen kam bisher immer rechtzeitig, bevor es für die Reben wirklich kritisch wurde. So konnten diese bislang ohne größere Probleme und mit ausreichend Wasser wachsen. Vor allem die sommerlichen Temperaturen der vergangenen zwei Wochen haben das Wachstum spürbar beschleunigt. Die Reben haben kräftig zugelegt, die Blüte verlief zügig und gleichmäßig. Inzwischen sind die ersten Beeren sichtbar, und der fortgeschrittene Vegetationsstand lässt schon jetzt auf eine eher frühe Lese im Herbst schließen. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg und vieles offen… Ein Jahrgang weiter – der 2024er ist da. Während draußen noch an der Ernte 2025 gearbeitet wird, sind die Weine des letzten Jahres bereits einen Schritt weiter. Einige haben ihren Weg bereits in die Flasche gefunden – und in unsere Regale. Die ersten 2024er sind seit wenigen Wochen im Verkauf und präsentieren die kleine Erntemenge mit viel Charakter: intensiv, fruchtig, lebendig und spritzig frisch. Im Laufe des Sommers werden noch weitere junge Weine folgen.

Der Rebschnitt und das anschließende Biegen der Reben sind die zeitaufwendigsten Arbeiten des Jahres und nehmen daher die Monate des Winters voll in Anspruch. Pünktlich zu den ersten Frühjahrsanzeichen und Temperaturen um 20 Grad sind die Weinberge nun wieder bereit für die neue Saison. Die kühlen nächtlichen Temperaturen der vergangenen Wochen lassen die Reben bisher jedoch noch überwiegend in der Winterruhe verweilen und ein verfrühter Austrieb ist bisher noch nicht erkennbar. Zum Glück, denn mit jedem Tag früher den die Reben austreiben, steigt auch die Dauer der Frostgefahr und wozu das Führen kann, haben wir letztes Jahr erleben müssen. Daher sind wir aktuell noch sehr zufrieden mit kühleren Temperaturen und hoffen auf ein Weinjahr ohne Frostschäden. Während also draußen schon der Jahrgang 2025 in den Startlöchern steht, wird der erste Wein des vergangenen Jahres bald in Flaschen gefüllt. Die ersten 2024er Weine werden dann ab Mai und im Laufe des Sommers erhältlich sein und wir freuen euch dieses historische Weinjahr dann präsentieren zu dürfen.

